
Er ermittelt nicht.
Er lässt ermitteln.
Meist mit einem trockenen Kommentar, der entweder brillant oder beleidigend ist. Manchmal beides.
Und falls Sie glauben, er hätte so etwas wie ein Geheimnis:
Brooks würde Ihnen höflich erklären, dass Sie sich irren.
Sehr höflich. Sehr bestimmt.

Neu in Oxford.
Beobachtet mehr, als sie preisgibt.
Sam Summer wirkt auf den ersten Blick kontrolliert, fast etwas distanziert. Gefühle lässt sie nicht sofort zu – nicht aus Kälte, sondern aus Vorsicht. Sie schätzt Menschen erst ein, bevor sie ihnen Raum gibt.
Dass sie unterschätzt wird, nimmt sie zunächst hin.
Noch.
Wenn sie (nicht) ermittelt, ist sie unterwegs – auf ihrem Fahrrad oder in ihrem alten Triumph Dolomite Sprint, der gelegentlich genauso eigenwillig reagiert wie seine Fahrerin.
Erst durch ihre Kollegin Nina beginnt Sams Fassade zu bröckeln.
Zwischen den beiden entsteht etwas, das Brooks vermutlich als „unnötig emotional“ bezeichnen würde:
Vertrauen.
Und vielleicht ist genau das Sams größte Stärke.

Nina Bosley ist die Sorte Ermittlerin, die man leicht übersieht – zumindest am Anfang. Zwischen drei Kindern, festen Routinen und einer Vorliebe für florale Blusen wirkte sie lange eher… angepasst.
Bis sie beschließt, damit aufzuhören.
Mit überraschend direkter Ehrlichkeit, einem Talent für Recherche und einer wachsenden Neigung, Chief Inspector Brooks einfach zu widersprechen, entwickelt Nina eine ganz eigene Stimme – und die ist alles andere als leise.
Wer sie noch für ein Mauerblümchen hält, hat nicht aufgepasst.